Hainbuche… weitere Namen sind Hagebuche, Hornbuche, Steinbuche und Weißbuche.

Herkunft: In Mitteleuropa vom norddeutschen Tiefland bis zu den Alpen in Höhen von 1000 m.

Stammform: Als mittelgroßer Baum erreicht die Hainbuche maximale Höhen von 25 m mit Durchmessern von 0,5 bis 1,0 m.

Farbe und Struktur des Holzes: Das Aussehen ist schlicht. Sie wächst schnell und kann bis 150 Jahre alt werden. Hainbuchen gehören trotz des insoweit irreführenden Namens nicht zu den Buchen, sondern vielmehr zu den Birkengewächsen. Das holz ist weiß bis gelb. Der noch wasserleitende Kern und der tiefer im Baum liegende Splint sind nicht ohne weiteres erkennbar, d.h. sie sind nicht durch unterschiedliche Färbung voneinander abgesetzt wie etwa bei der Eiche oder beim Kirschbaumholz.

Eigenschaften: Das Holz ist fest, hart, zäh, sehr dicht.

Bearbeitung: Das schwerste und härteste einheimische Holz läßt sich nur sehr schwer spalten, aber gut be- und verarbeiten. Durch das starke Schwinden, Reißen und Verwerfen ist es indessen nicht für alle Verwendungszwecke geeignet.

Verwendungsbereich: Treppenstufen, Werkzeugteile, Werkbänke, Drechslerholz, Möbelteile, Sitzmöbel, Maßstäbe und Hämmer, Fleischhackklötze, Dübel und Keile, Kegel. Durch Ersatzwerkstoffe hat das Hainbuchenholz heute viele seiner Verwendungsmöglichkeiten eingebüßt. Ebenso im Klavierbau wird die Hainbuche oft verwendet. 95% der Klaviermechanik bestehen aus Hainbuche. Ein weiterer Nutzen der Hainbuche liegt in ihrem zähen, harten und schweren Holz als Drucklettern während der Anfänge der Buchdruckerkunst erwies es sich als besonders geeignet. Zudem besitzt es einen hohen Brennwert und ergibt sehr gute Holzkohle. Zurück