Es ist so hart...

dass es auch durch gehärteten Stahl nur angeritzt werden kann – wer Glas schneiden will braucht Diamanten. Hoch belasten darf man dünnes Glas nicht, seine Zugfestigkeit ist niedrig und weil es ein spröder Werkstoff ist, zerplatzt es in viele tausend Scherben, wenn es zu Boden fällt. Glas wird hergestellt durch Schmelzen, bei Temperaturen knapp unterhalb von 1500 Grad Celsius. Sehr reine Quarzsände, die eigentlichen Glasbildner, werden in die so genannten Flussmittel - Natriumsulfat oder Feldspat - eingeschmolzen. Geringe Mengen von Stabilisatoren wie Blei- oder Zinkoxide machen das Gemisch chemisch beständig. Den Werkstoff Glas kennt man bereits seit dem 3. Jahrtausend vor Christus. Die Mesopotamier und Ägypter arbeiteten mit diesem Werkstoff; die Syrer und Römer trugen erheblich zur Verfeinerung der Glasherstellung bei. Aber erst im 14. und 15. Jahrhundert gelang venezianischen Glasmachern die Herstellung des ersten farblosen und transparenten Glases – das „Cristallo“. Seitdem gelten die Werkstätten von Murano weltweit als Zentrum der künstlerischen Glasherstellung. Für das moderne Wohnen zählen andere Qualitäten: Glas verkörpert Klarheit und Transparenz; seine Oberfläche ist so glatt, dass es durch einfaches Abwischen sauber wird. Wo Einblick erwünscht ist, ist Glas das Material der Wahl. Unzählige verschiedene Glassorten gewährleisten vielfältige Einsatzmöglichkeiten dieses Materials: Türen aus Glas an Aufbewahrungsmöbeln schützen vor Staub und Schmutz und lassen den Inhalt dennoch sichtbar bleiben; Sicherheitsglas schützt vor Kratzern und leichter Zerstörung; Regalböden aus Glas geben dem Möbelstück einen leichten Charakter; farblich lackiertes Glas ( jeder erdenkliche Farbton) ermöglicht neue Gestaltungsmöglichkeiten, verhindert den Einblick mit Tiefenwirkung, um nur einige Beispiele zu nennen.